ErfahrungsberichtE

Unsere Tochter hatte über längere Zeit beidseitig Flüssigkeit hinter dem Trommelfell und hörte in der Folge sehr schlecht. Die Flüssigkeit konnten wir zum Glück wegbekommen, sodass Ihr Ohr eigentlich wieder funktionstüchtig war. Das Lesen sowie auch das Rechnen bereitete ihr aber grosse Mühe. Sie musste sehr viel zu Hause lernen um mit dem Tempo in der Schule mitzukommen.

Durch Zufall hatten wir das Horchtraining im Internet entdeckt und konnten in Luzern bei Frau Zimmermann eine erste Abklärung machen. Da die Testkurven schlecht d.h. sogar entgegengesetzt der Normalkurven waren, hatten wir uns für das Horchtraining entschieden, um die Mikromuskeln im Ohr zu trainieren, da diese offensichtlich schlaff geworden waren wegen der Flüssigkeit im Ohr.

Nach dem ersten Übungsblock konnten wir beobachten, dass unsere Tochter nun grosse Fortschritte im Lesen machen konnte. Sie fing wieder von sich aus zu lesen, was sie vorher nicht mehr tat. Ja noch mehr, sie war richtig begeistert, wie gut sie nun lesen konnte. Zuvor hatte sie das Lesen einen Monat lang verweigert! Die Testkurve nach dem ersten Horchtrainingsblock sah nun auch deutlich besser aus. Wir waren begeistert ...

Der zweite Trainingsblock folgte nach einer mehrwöchigen Pause. Unsere Tochter ging übrigens mehr oder weniger immer sehr gerne, da sie während des Horchtrainings eigentlich vieles tun durfte, was ihr Spass machte, so z. B. basteln, nähen, malen, zeichnen oder spielen lustiger Brettspiele. Nach dem zweiten Block machte ihr das Rechnen richtig Spass und sie wollte nur noch rechnen ...

Nach dem dritten Block sah dann die Testkurve leider nicht mehr so gut aus. Die Begeisterung für das Rechnen ist zum Glück aber geblieben. Sie hat im Ganzen grosse Fortschritte machen können und wir sind zuversichtlich, dass sich auch im Weiteren noch Vieles entwickeln wird. Wir haben das Gefühl, dass wir mit dem Horchtraining unserer Tochter auf ihrem Weg entscheidend helfen konnten.

G. I. – März 2014


Die Therapie begann am 27.07.2009 und dauerte zwei Wochen, jeweils von Montag bis Samstag. Matthias wollte mitmachen, auch er wusste, dass es ihm helfen würde.

So ging er in den Sommerferien jeden Nachmittag nach Luzern, seine Mutter begleitete ihn.

Bereits am ersten Tag stellten wir bei Matthias eine Veränderung fest. Die Lautstärke des TV und des Radios mussten zurück gestellt werden. Seine Ausstrahlung nahm von Tag zu Tag zu. Innerhalb von zwei Wochen hatte er sich enorm verändert. Er nahm die Umwelt besser wahr, seine Ausstrahlung war stark. Die Therapie hat bei ihm sehr gut gewirkt.

Im Herbst ging er dann nochmals in die Therapie und der Erfolg stellte sich wieder ein. Das interessante daran, ist, dass er zu Hause nicht üben musste.

Innerhalb von kürzester Zeit veränderte sich sein Schriftbild zu einem der besten in seiner Klasse. Die Leistungen in der Schule entwickelten sich positiv.

 

Wir sind froh, dass er die Therapie gemacht hat. Herzlichen Dank an die beiden Damen Blättler und Zimmermann.

 

 

 

 

Nachfolgend Schriftbild vor der Therapie:

 

 Schrift vor therapie

 

Nachfolgend Schriftbild nach der Therapie:

 schrift nach therapie

Ruth und Thomas Bättig-Emmenegger

mit Matthias, Willisau

11.06.2014

 

 

Erfahrungsbericht Horchtraining nach A. Tomatis

Mit der Arbeit an Ohr, Stimme und Atem zurück zur Mitte

In der Zeit von Februar bis Juli 2010 habe ich drei Trainingsblocks à 8 und 10 Tagen im Tomatis-Horch-Atelier bei Frau Claire Blättler und Frau Marianne Zimmermann in Luzern gemacht.

Ein Blick auf die Vorgeschichte aus meiner heutigen Warte aus betrachtet:

Beruflich arbeite ich viel mit Kindern zusammen. Für Kinder hatte ich immer ein offenes Ohr und konnte dort ganz ‚mich selbst‘ sein. In der Zusammenarbeit und im Zusammensein mit Erwachsenen war ich vorsichtig, nicht wirklich wortgewandt und oft sehr nervös. Ich lebte in einem häufigen inneren Konflikt – etwas sagen zu wollen, mitreden zu wollen, die Worte nicht zu finden oder dann zu ‚burschikos‘ zu reden, die Stimme entsprechend gehemmt und wenig kontrolliert einzusetzen, was bewirkte, dass ich wie eine Gefangene meiner Ängste war. Kam dann noch leiseste Kritik an meiner Person, meinen Ideen, meinen Worten verletzte mich unverhältnismässig, machte mich mundtot und total traurig. Ich war dadurch sehr angreifbar, geschwächt doch hochkonzentriert und Migräne war mein ständiger Begleiter. Eine anstrengende Zeit.

 

Vor einem Jahr bewarb ich mich, aufgrund von Erschöpfungszuständen, täglichen Migräneattacken und Ohrengeräuschen für eine achtwöchige Auszeit in Form eines Projektkurses. Ich bekam dadurch die Möglichkeit, an einem eigenen Projekt und parallel dazu an der Gesundheit zu arbeiten. Diese ‚Gesundheits-Zeit‘ nutzte ich für die Horchtrainings. Bereits seit einigen Jahren kenne ich die Methode von A. Tomatis aus Erzählungen und Schriften. Für mich, als lange alleinerziehende, berufstätige Mutter war es aber nie wirklich realistisch, täglich den weiten Weg ins nächstgelegene Tomatis-Institut nach Zug zu gehen, so blieb es beim Interesse daran. Ich staunte nicht wenig, als ich nun über das Internet feststellte, dass seit ein paar Jahren in Luzern ein Horchtraining nach A. Tomatis möglich ist.

 

Das Horchtraining und Erfahrungen:

Die Ergebnisse der Hörtests und die daraus gedeuteten Zusammenhänge mit ‚mir in meinem Leben‘ waren überwältigend treffend und machten Vieles bewusst. Das Horchtraining empfand ich von Beginn weg als sehr angenehm. Die filtrierten Klänge von Mozart waren wie eine Massage für meine müden Ohren - eine Wohltat.

Anfänglich genoss ich es einfach, dass ich bequem dasitzen durfte, ohne dass etwas von mir erwartet wurde. Ich begann, wieder gerne zu hören. Die Wirkung der filtrierten Musik war erstaunlich. Ich empfand es als beruhigend, aber auch anregend. Ich schrieb in dieser Zeit ein Tagebuch mit Gedanken, Ideen und Skizzen voll.

Mit dem Horchtraining und den täglichen aktiven Trainings habe ich meine Stimme bewusst wahrgenommen. Ich liebte es, die gregorianischen Choräle mit- und nachzusingen. Ich hörte den ‚Sing-Sang‘ in der französischen Sprache neu und bewusst und genoss das ‚singende‘ Nachsprechen der französischen Wörter. Beeindruckend war für mich, meine Stimme direkt zu hören. Ich begann, meine Stimme zu mögen und merke rückblickend, dass die Unsicherheit darüber, wie mein Kommunikationsmittel ‚Stimme‘ beim Vis à vis ankam, mich immer etwas gehemmt hatte.

Mit dem Stimmbewusstsein kam die Freude an der Kommunikation zurück.

Mit dem Stimmbewusstsein und den anregenden Gesprächen kam das Selbstbewusstsein.

Mit dem Stimmbewusstsein, dem Selbstbewusstsein und der verbesserten, ausgeglichenen Hörfähigkeit kam in der Kommunikation die Fähigkeit, den Inhalt des Gesprochenen mehr zu gewichten, als die Stimmung in der Stimme.

Dies macht mich diskussions- und auch konfliktfähiger, was ich seither im Alltag fest spüre. Ich erlebe mich, seit ich das Tomatis-Training gestartet und abgeschlossen habe offener, selbstbewusster, sicherer und ausgeglichener und denke, dass ich dadurch für meine Umwelt authentischer bin.

Tomatis hat mich gestärkt.

Ich fühl mich stark genug, um im Leben auch in schwierigen, zwischenmenschlichen Situationen nicht mehr nur hilflos aufzuhorchen und ‚schnellschüssig‘ einen holprigen Monolog von mir zu geben, sondern zuzuhören und mitzureden.

Seit ich wieder kommunizieren kann – als ‚ich‘ – nicht – als gefallen-wollendes-‚ich‘ –

geht es mir mit meinem Kopf auch viel besser.

 

Ich möchte Ihnen – Frau Blättler und Frau Zimmermann – für die wohlwollende, denkanregende, respektvolle, stärkende Begleitung und die ‚offenen Ohren‘ in dieser für mich wichtigen Zeit von Herzen danken, danken, danken. Es geht mir so gut! Ich bin durch die Arbeit an Ohr, Stimme und Atem zurück zur Mitte gekommen!

Ich bin offen und stark für neue Taten!

 

22. Juli 2010