Dr. Alfred A. Tomatis, französischer HNO-Arzt, Chirurg und Phoniater (= Spezialarzt für Störungen der Stimme und des Sprechens) lebte von 1920 bis 2001. Er gilt als Wegbereiter der Musik- und Klangtherapie, der pränatalen Psychologie und eines neuen Ansatzes für Sprech-, Sprach-, Stimm- und Gesangspädagogik: der Schulung über das Ohr. Er erforschte die komplexe Wechselbeziehung zwischen Gehör, Körper, Stimme, Sprache und Psyche.

Ab Mitte der 1940-er Jahre beschäftigte er sich mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Gehör und Stimme. Er stellte fest, dass die Hörkurven von psychischen Faktoren mit beeinflusst sind, d.h. vom Hören und Nicht – Hören – Wollen. Er konnte nachweisen, dass jede Art stimmlicher Äusserung durch die Aktivität der Ohren gesteuert wird. Seine Entdeckungen wurden 1957 an der Akademie der Wissenschaften und an der Medizinischen Akademie von Paris unter dem Namen „Tomatis – Effekt" veröffentlicht und standen am Anfang der Entwicklung von Technologien zur Behandlung auditiver Wahrnehmungsprobleme und Kommunikationsschwierigkeiten.

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